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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 19,58 € |
19,74 € |
-0,16 € |
-0,81 % |
24.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0007480204 |
748020 |
- € |
- € |
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Deutsche EuroShop kaufen 06.04.2009
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Frank Neumann, stuft die Deutsche EuroShop-Aktie (ISIN DE0007480204 / WKN 748020) weiterhin mit "kaufen" ein.
In den vergangenen Jahren habe die Deutsche EuroShop keine Shopping Center gekauft, da die Renditen der zum Verkauf stehenden Shopping Center unter der von der Gesellschaft mindestens geforderten 5,5% Nettoanfangsrendite gelegen hätten. Dies habe sich mit der Verschärfung der aktuellen Krise geändert. Anfang 2009 habe das Unternehmen mitgeteilt, den Anteil an seinem Center in Kassel von 40% auf 90% erhöht zu haben. Dies sollte sich positiv auf die Erträge der Gesellschaft auswirken. Die Nettoanfangsrendite sollte über den verlangten 5,5% liegen.
Mit Verweis auf die operative Ebene könne man nur auf die vorläufigen Zahlen zurückgreifen. Die endgültigen Zahlen werde die Gesellschaft erst in der zweiten Aprilhälfte publizieren. Bisher gehe das Management davon aus, dass der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 20,3% gestiegen sei. Hier würden sich vor allem die Umsätze der neu eröffneten Shopping Center in Hameln, in Passau sowie die Umsätze des Shopping Centers in Danzig widerspiegeln. Damit habe der Umsatz im Rahmen der Analystenschätzungen gelegen. Das EBIT sei dagegen mit 98,2 Mio. Euro leicht über den Analystenschätzungen ausgefallen. Hintergrund sei hier eine geringere Kostenquote. Details hierzu würden bei der Bekanntgabe der endgültigen Jahreszahlen erfolgen. Nach Ansicht der Analysten sollte dieser Effekt aber einmaliger Natur sein.
Positiv überrascht habe die Analysten das Bewertungsergebnis auf das Immobilienportfolio in Höhe von 36,2 Mio. Euro, was einer Wertsteigerung der Shopping Center von einem Prozent entspreche. Die Analysten seien bisher von einer schwarzen Null ausgegangen. Das Bewertungsergebnis sei vor allem durch die Bewertung der neu eröffneten Center in Danzig und Hameln getrieben worden.
Der Jahresvergleich 2007 auf 2008 sei aktuell noch schwierig, da die Gesellschaft verschiedene Posten in der Gewinn- und Verlustrechung umgegliedert habe. Auch hier würden Details im Geschäftsbericht zu finden sein. Die Differenz dürfte nach Erachten der Analysten ein geringer einstelliger Millionenbetrag sein. Der Net Asset Value betrage aktuell 27,44 Euro je Aktie, was einem Zuwachs von 2% gegenüber dem Vorjahr entspreche. Der FFO (Funds from operations) habe bei 1,46 Euro je Aktie gelegen, nach 1,12 Euro je Aktie im Vorjahr.
Im Zuge der Vorstellung der vorläufigen Zahlen habe das Management der Deutschen EuroShop die Guidance für das Jahr 2009 wie folgt erhöht: Umsatz: 125 bis 128 Mio. Euro (bisher 119 bis 121 Mio. Euro); EBIT: 105 bis 108 Mio. Euro (bisher: 100 bis 102 Mio. Euro); EBT (ohne Bewertung): 50 bis 52 Mio. Euro (bisher: 49 bis 51 Mio. Euro); FFO: 1,46 Euro bis 1,49 Euro je Aktie (erstmals in der Prognose).
Bisher habe sich die Deutsche EuroShop durch den Fokus auf wertstabile Shopping Center der Wirtschaftskrise entziehen können. Die Analysten würden davon ausgehen, dass dieses Jahr der wirtschaftliche Abschwung größere Spuren in den Zahlen der Gesellschaft hinterlassen werde. Dies drücke sich in den Schätzungen der Analysten für das laufende Jahr aus, die am unteren Ende der Guidance der Deutsche EuroShop liegen würden. Der Großteil dieser Anhebung der Guidance gehe auf die hinzugekauften Anteile am Shopping Center in Kassel zurück. In diesem Center würden momentan 7.000 Quadratmeter Fläche umstrukturiert. Diese Flächen seien bereits vermietet worden und sollten Ende 2009 fertig gestellt sein.
Auch in Zukunft werde sich das Unternehmen auf erstklassige Shopping Center konzentrieren. Nach Erachten der Analysten habe das Unternehmen Reserven in einem niedrigen dreisteiligen Millionenbetrag, um das Portfolio weiter auszubauen. Größere Erweiterungen sollten nach Erachten der Analysten nur durch eine Kapitalerhöhung zu stemmen sein.
Das Wachstum über das Jahr 2009 hinaus sollte vor allem durch die bis dahin getätigten Akquisitionen bestimmt werden. In der aktuellen Marktsituation sollte das Unternehmen aber in der Lage sein, weitere lohnende Investitionen zu tätigen. Für das Jahr 2009 würden die Analysten zudem davon ausgehen, dass anders als in den vergangenen Jahren die Werte der Immobilien leicht nach unten angepasst werden müssten. Dies habe zwei Gründe: Einerseits gebe es dieses Jahr keine Erstbewertungsgewinne durch neu eröffnete Center und andererseits sei es wahrscheinlich, dass der Leerstand der Immobilien steige und damit die Bewertung der Shopping Center unter Druck komme.
Nach dem soliden vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2008 würden die Analysten davon ausgehen, dass angesichts des in diesem Jahr hinzugekauften Centers und durch Basiseffekte der alten Center bedingt der Wachstumstrend auch in den kommenden Jahren anhalten werde. Auf der Investmentseite könnten sich die Analysten vorstellen, dass es in den nächsten Monaten zu Akquisitionen neuer Shopping Center komme. Hier sei das Unternehmen gut aufgestellt und könne schnell auf sich bietende Opportunitäten reagieren.
Das Geschäftsmodell der Deutsche EuroShop habe sich in der aktuellen Marktlage als solide erwiesen, was sich nicht zuletzt in der Entwicklung der Aktie widerspiegele. Verglichen mit anderen Unternehmen in der Immobilienbranche habe sich dieser Wert stabil entwickelt.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe sehen die Deutsche EuroShop-Aktie aktuell als günstig bewertet an und bestätigen ihre Anlageempfehlung "kaufen" und ihr Kursziel von 28,00 Euro. Dieses würden sie anhand ihres Peer-Goup-Vergleiches sowie ihres Dividenden-Modells ermitteln. Damit liege ihr Kursziel leicht über dem ausgewiesenen Net Asset Value von 27,44 Euro. (Studie "MDAX-Guide Frühjahr 2009" vom 06.04.2009) (06.04.2009/ac/a/d)
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